Zwischen Klarheit und Zweifel – ein Anfang
Warum ich meine Sonntagspost schreibe
Meine Sonntagspost ist für mich ein Schritt in Richtung eines regelmäßigen Formats – vielleicht entsteht daraus irgendwann ein Newsletter. Ob und wann es dazu kommt, entscheide ich, wenn echtes Interesse spürbar wird. Bis dahin nutze ich diesen Raum, um zu teilen, was mich bewegt, welche Gedanken mich begleiten – und wie sich mein Schreiben entwickelt.
Ab nächster Woche werde ich mich nur noch in den Kalenderwochen mit gerader Zahl melden. Das schafft für mich eine verlässliche Struktur – und vielleicht für dich eine Zeit, um das Gelesene wirken zu lassen. Meine Thema scheinen mir nicht gerade leicht verdaulich, zumindest für Menschen, die sich damit noch nicht auseinandergesetzt haben.
Wo ich mit meinem Blog gerade stehe
Heute möchte ich dir erzählen, wo ich mit meinem Blog gerade stehe. Die ersten Artikel sind veröffentlicht, aber ich spüre: Der Weg ist noch im Entstehen. Ich taste mich noch heran – an eine Sprache, einen Rhythmus, eine Art, die Dinge anzuschauen. Meine Themen sind vielschichtig. Ich schaue sie aus verschiedenen Perspektiven an, weil ich wissen will, ob ich etwas übersehe. Es geht mir nicht darum, eine Wahrheit zu finden – sondern dem Denken beim Arbeiten zuzusehen.
Was mich derzeit besonders beschäftigt
Ich schreibe aus eigener Erfahrung. Aber ich schreibe nicht nur aus mir heraus: Bücher, die mich geprägt haben, fließen mit ein. Besonders begleitet mich zurzeit der Konstruktivismus. Er hat mir geholfen zu verstehen, wie Denken funktioniert – und wie sehr wir die Welt nicht einfach sehen, sondern uns zusammenbauen. Unsere Wahrnehmung ist nicht neutral. Sie ist gefärbt – von Erlebtem, von Prägungen, von Geschichten, die wir uns selbst erzählen.
Die Welt ist nicht einfach da – wir deuten sie
Für manche mag das irritierend klingen. Schließlich sind wir darauf trainiert, die Welt als gegeben, zu betrachten. Doch gerade in Zeiten wie diesen, in denen so viele Wahrheiten nebeneinanderstehen, wird deutlich: Was wir für objektiv halten, ist oft nur unsere Perspektive. Die meisten Informationen stammen nicht aus direkter Erfahrung, sondern aus zweiter oder dritter Hand – verdichtet, gefiltert, mit Bedeutung aufgeladen. Was wir sehen, ist ein Ausschnitt. Was wir glauben, ist ein Bild daraus. Und oft sind diese Bilder widersprüchlich, verwoben, schwer zu entwirren.
Warum mir ein anderer Blick hilft
Ich wollte dieses Thema heute nur kurz anreißen. Denn gerade das Verlassen vertrauter Deutungen hat mir in vielen Momenten geholfen, einen klaren Kopf zu behalten – auch wenn andere ins Wanken gerieten. Rückblickend frage ich mich manchmal: Was hätte geschehen können, hätte ich anders entschieden? Doch ich bleibe nicht in diesen Fragen hängen. Mein Zugang zur stoischen Haltung hilft mir, mich zu lösen von dem, was ich nicht ändern kann – und den Blick zu richten auf das, was jetzt zählt.
Auch darüber werde ich in meinen kommenden Beiträgen noch schreiben.
Und du?
Bis dahin wünsche ich dir einen guten Start in die neue Woche – mit innerer Ruhe, wachem Geist und vielleicht der Frage:
Welche Sichtweise hast du zuletzt bewusst hinterfragt – und was hat sie verändert?
Mich interessiert, wie du das siehst. Wenn du magst, teile deine Gedanken unten in den Kommentaren – ich lese und beantworte sie gern.
Anmerkungen und Hinweise
- Die Sonntagspost war mein Ansatz, später auf Newsletter umzusteigen. Inzwischen habe ich aus verschiedenen Gründen beschlossen, die Sonntagspost einzustellen. Das soll nicht heißen, dass es nie einen Newsletter geben wird.
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