Meine Musik-Postings auf Twitter (KW05)

Meine #Aufwachsongs gingen in die dritte Woche und die vierte Woche steht bevor. Die vergangene Woche stand im Zeichen der Blood Red Shoes. Die Band aus Brighton in Südengland spielt in in ähnlicher Besetzung wie die White Stripes. Im Unterschied zu ihren bekannteren Kollegen sitzt der Herr am Schlagzeug und die Dame arbeitet mit der Gitarre. Beide singen.

Ihr neuestes Album „Get Tragic“ erschien am 25. Januar 2019. Für mich der Anlass zu einer Woche, in der jeder Tag mit einem YouTube Video beginnen sollte. Bevor ich jetzt die von mir ausgewählten #Aufwachsongs aufliste, will ich kurz auf das Album bei Spotify hinweisen. Wer dort angemeldet ist, kann es sich komplett anhören: https://open.spotify.com/album/1FMMoARgRUFT53AuRXKJ0z

Ich werde dieses Mal die einzelnen Songs nicht kommentieren, sondern einfach auflisten. Am Donnerstag erreichte mich jedoch auf Twitter ein Videovorschlag, den ich hier gleich an den Anfang stellen möchte. Ein toller Song, der bei meiner Auswahl leider außen vor geblieben ist.

Ich gehe heute in umgekehrter Reihenfolge vor. Den heute vorgestellten Song zuerst gehe ich die Woche Rück wärts bis zum Montag ohne weiteren Kommentar.

In der nächsten Woche stelle ich Songs aus dem Bereich Pub-Rock vor. Für mich eine Richtung, die stark mit Punk-Rock zusammenhängt.

Meine Musik-Postings auf Twitter (KW04)

Die zweite Woche meiner Twitter-Postings mit dem Hashtag #Aufwachsongs habe ich verlängert, damit ich montags mit der Woche anfangen kann. Meine Zusammenfassungen werden jeweils am frühen Sonntagnachmittag erscheinen können.
In der vergangenen Woche habe ich Erinnerungen an meine Punkzeit Ende der Siebziger Jahre gepostet.

Nach den fulminanten Sechzigern wurde die Popmusik immer langweiliger. Die Popmusiker und ihre Produzenten glaubten offensichtlich, dass Musik nur dann einen Wert hat, wenn sie sich der klassischen europäischen Tradition annähert. Mich hat das ziemlich gelangweilt. Und britischer Pub-Rock (dazu später mehr) war mir allemal lieber als die Rolling Stones oder Emerson, Lake & Palmer. Supertramp, ELO und wie die ständig im Radio gedudelten Bands alle hießen. Sie gingen mir auf den Geist. Der Ausbruch aus den gesellschaftlichen Konventionen wurde immer mehr vom Kommerz vereinnahmt.

Bis zu jenem denkwürdigen Konzert im SO36, bei dem ich ganz sicher einer der Zuschauer mit den längsten Haaren war, wurde ich immer frustrierter, was Rockmusik anging. Ich ging zum ersten Mal zu einem Konzert, das ein Freund von mir als etwas völlig Neues, nie Dagewesenes angekündigt hatte, zu einem Punkkonzert.

Das was ich an der Rockmusik liebte, das Direkte, das Ungeschminkte, das Unangepasste, ja, genau, diese nicht konformistische und teils oppositionelle Haltung gegen den herrschenden Unsinn, genau das war wieder da. Ungestüm und auf jede Virtuosität pfeifend hämmerten die Punks auf der Bühne in ihre Instrumente. Das war purer Rock ’n‘ Roll.

Doch ganz so schnell war ich nicht überzeugt. Meine Ohren hingen noch am virtuos gespielten Bluesrock à la Clapton und Co. Punk war da zu einfach, um als richtige Musik durchzugehen. Doch dann fiel mir eine Vinylscheibe von Wire in die Hände. Das war’s dann für mich. Ich war überzeugt von Punk, Postpunk, New Wave und wie diese neue Musik auch immer genannt wurde.

Samstag, 19. Januar 2019
Wire, eine der Punkbands der ersten Stunde, waren eine Band, die ihre Musik und ihren Stil rasend schnell entwickelte. Sie hatten auch diesen Tick an Intellektualität in ihrer Musik, die das Ganze rund machte. Ich war hin und weg und konnte mich kaum satthören. Für John Peel haben sie eine leicht abgewandelte Version von I Am The Fly aufgenommen.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wire_(Band)

Sonntag, 20. Januar 2019
Noch einmal Wire. Ein weiterer Ohrwurm, den ich wochenlang hören konnte, ohne dass es mir langweilig wurde. Wire gibt es bis heute. Sie sind immer wieder auf Tour und veröffentlichen regelmäßig neues Material. Ihre Konzerte sind fast schon minimalistisch, zumindest die beiden, bei denen ich dabei war. Practice Makes Perfect. Ein Live-Mitschnitt aus dem Rockpalast. Leider haben sie es nie in die große Arena geschafft.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wire_(Band)

Montag, 21. Januar 2019
Die Punk-Szene war zu jeder Zeit stark beeinflusst von Iggy Pop. Er sah sich selbst zwar nie als Punk oder Vorreiter, doch er war, seit er in den Sechzigern mit den Stooges die Musikszene aufschreckte, ein Enfant Terrible der populären Musik. Hier ein Titel, der noch aus seiner Zeit mit den Stooges stammt.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Stooges und https://de.wikipedia.org/wiki/Iggy_Pop

Dienstag, 22. Januar 2019
The Ruts, so intensiv wie kurzlebig, konnten den frühen Drogentod ihres charismatischen Sängers Malcolm Owen nicht wirklich überstehen. Als Ruts DC machten sie weiter, konnten jedoch nie an ihre frühen Erfolge anknüpfen.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Ruts

Mittwoch, 23. Januar 2019
Wir kommen dem Kern des bitischen Punk in den 70er Jahren nun sehr nahe. The Clash sind ein Urgestein der Anfangszeit des Punk in England. An ihnen führt kein Weg vorbei. Vor allem Joe Strummer ist eine Ikone des Punk und aus meiner Sicht hätte er die Aufnahme in die Hall of Fame des Rock verdient – The Clash wurden 2003 aufgenommen. Ein Titel von ihrer Debut-LP.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Clash

Mein Special diese Woche kommt von den Beatsteaks, die Joe Strummer in ihrem Titel „Hello Joe“ einen Nachruf senden. Joe Strummer verstarb überraschend am 22. Dezember 2002 an einem Herzfehler. Hier zusätzlich noch eine Würdigung durch die Rockantenne Hamburg: https://rockantenne.hamburg/musik/specials/joe-strummer-portrait
Und hier der Song der Beatsteaks:

Donnerstag, 24. Januar 2019
The Sex Pistols sind die Verkörperung des Punk von der britischen Insel. Auf der anderen Seite aber auch eine Art Kunstprodukt, angeblich dem Hirn von Malcolm McLaren entsprungen. Wie dem auch sei, sie waren laut, aggressiv und provokant, der Inbegriff einer britischen Punk-Band der 70er Jahre.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Sex_Pistols

Freitag, 25. Januar 2019
Die etwas sonnigere Seite des frühen Punk vertraten The Members. Sie kombinierten in einer gelungenen Art Punk mit Reggae. Eine ähnliche Richtung, wie sie The Police später zu Weltruhm verhalf.
Wikipedia (Englisch): https://en.wikipedia.org/wiki/The_Members

Samstag, 26. Januar 2019
Magazine, eine der frühen Post-Punk-Bands, kombinierten die Energie des Punk mit eher poetischen Texten. Sänger Howard Devoto hatte die Gruppe ins Leben gerufen, nachdem er die Buzzcocks verlassen hatte. Möglicherweise war ihm der Punk etwas zu eingleisig.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Magazine

Sonntag, 27. Januar 2019
Zum Abschluss meiner Punkwoche die den Punk ins Rollen gebracht hat: The Ramones. Sie orientierten sich an Bands wie The Who oder The Stooges und wollten einfach unkomplizierte Rockmusik spielen. Leider hatten sie nie den Erfolg, den sie verdient hätten. Den hatten dann Bands wie Greenday oder The Offspring.
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ramones

Die nächste Woche werde ich anlässlich der neuen Produktion der Blood Red Shoes diese Gruppe vorstellen. Ihr neuestes Werk ist ihr bisher reifstes. Sie werden am 5. Februar 2019 in Berlin auftreten.

Meine Musik-Postings auf Twitter (KW03)

Wie fange ich es an, mein neues Twitter-Projekt zu beschreiben? Es geht mir um die YouTube-Videos, die ich seit letzten Samstag jeden Morgen auf Twitter empfohlen habe. Ich will sie hier in meinem Blog wöchentlich zusammenfassen und jeweils ein paar kurze Sätze dazu schreiben.

Das mit dem morgendlichen Posten eines Musikvideos mit dem Hashtag #Aufwachsong auf Twitter will ich zu einer konstanten Einrichtung aufbauen. Es hat etwas mit meinem Wiedereinstieg bei Twitter und eventuell einem Neubeginn meiner Bloggerei zu tun. Möglicherweise werde ich diese Postings auch auf Facebook ausweiten. Ich überlege noch.

Jeden Samstag werde ich auf die einzelnen Titel eingehen, ein paar Informationen dazu geben und vielleicht erwähnen, welche Beziehung ich zu dem jeweiligen Song habe. Für mich wird es ein Streifzug durch die Vergangenheit werden. Es wird jedoch auch eine Bestimmung meiner sich ständig entwickelnden Beziehung zum Hören von Musik werden.

Selbst zu musizieren, habe ich bereits vor vielen Jahren aufgegeben. Ich war sicher nicht talentlos. Doch ich war nicht gewillt, so viel Zeit und Energie aufzuwenden, um ein veritabler Musiker zu werden.

In der letzten Woche habe ich relativ unsortiert gepostet. Das könnte sich ändern. Doch für die neue Woche will ich nicht zu viel verraten. Nur so viel, dass alle Songs aus einer Zeit stammen, in der ich mich dem Punk zugewendet hatte. Da war ja schon diese Woche einiges dabei.

Samstag, 12. Januar 2019
Die Musik von The Kinks begleitet mich schon seit Mitte der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie gehören nach meiner Meinung zu den Wegbereitern und Vorläufern des Punk, des Postpunk und der ganzen Welle, die danach in Bewegung kam. Der Titel „Hatred“ ist ein Spätwerk, hat jedoch nichts von der ironischen Haltung von Ray Davies zu vielen Themen verloren. Für mich ein Highlight.

The Kinks – Hatred

Sonntag, 13. Januar 2019
Die teilweise etwas düstere Musik von Echo & The Bunnymen begleitet mich seit den Anfängen des Postpunk. Ihr bekanntester Titel ist vermutlich „The Killing Moon“. Mit diesem Titel begann der Film „Donny Darko“ in der Originalfassung.
Ich zähle Echo & The Bunnymen eher zum Postpunkt oder New Wave als zum Gothic. Doch dieser Titel hier dürfte locker als Gothic durchgehen.

Montag, 14. Januar 2019
Bei Iggy Pop habe ich eine irgendwie gespaltene Meinung, weil er damals Ronald Reagans Wahlkampf unterstützt hat. Trotzdem bin ich ein Fan seines musikalischen Schaffens. Eine Ikone, was den Punk angeht, obwohl er sich nie so gesehen hat. Der Song „The Passenger“ entstand während seiner Zeit in Berlin.


Zu Iggy Pop:
Iggy Pop hat einen substantiellen Beitrag zur Rockmusik geleistet und unzählige Musiker inspiriert. Dieses kurze Video auf der Basis eines Interviews bietet einen schnellen Einstieg in die Welt des James Osterberg alias Iggy Pop.

Dienstag, 15. Januar 2019
Dieses Musikvideo fällt etwas aus dem Rahmen. Einerseits, weil ich Bluegrass-Musik nicht wirklich gut finde, andererseits, weil es eine recht neue Entdeckung ist. Doch eigentlich gefällt mir nur dieses Stück und vor allem das Video. Es gehört für mich zu den etwas originelleren Musikvideos.

Mittwoch, 16. Januar 2019
In der Wochenmitte brauchte ich etwas Heftigeres. Laibach, eine Band aus der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (auf deutsch Laibach) ist eine der umstrittensten Bands der Rockszene. Dazu vielleicht mehr in einem anderen Post. Sie haben die deutschen „Brachial“-Rocker Rammstein maßgeblich inspiriert. Ich kannte sie bereits in den achtziger Jahren. John Peel, der meinen Musikgeschmack tief beeinflusst hat, hatte Laibach in seiner in Deutschland über BFBS ausgestrahlten Radiosendung „John Peels Musik“ vorgestellt.

Donnerstag, 17. Januar 2019
Nicht ganz so heftig war mir am Donnerstag zumute. Mit Peter Murphys „The Sweetest Drop“ habe ich einen halbwegs verträglichen Song gewählt. Der Frontmann der Gothic-Rocker Bauhaus gehört zu meinen absoluten Lieblingsmusikern. Er wird uns hier noch häufiger begegnen.

Freitag, 18. Januar 2019
Zum Abschluss meiner Musik-Video-Postings wollte ich die Mischung aus Punk, Rock und Pop etwas abrunden. The Icycle Works hatten ihre beste Zeit anfangs der achtziger Jahre im 20.Jahrhundert. Wie die meisten Bands, die mir gefallen, waren auch sie in Deutschland kaum bekannt, zumindest was ich dazu bisher weiß.

Soweit mein Rückblick auf meine in der letzten Woche auf Twitter geposteten #Aufwachsongs. Ab heute geht es auf meinem Twitter-Account HeinerTenz weiter mit Punk, Postpunk und all den vielen Stilen aus diesem Umfeld. Doch die kommende Woche könnte es etwas heftiger werden. Lasst euch überraschen.

Waldbaden im November

Ein See auf dem Weg durch den schmalen Wald

Sonntagnachmittag. Zum ersten Mal verbringe ich das Wochenende in meiner neuen Dienstwohnung in Lübbecke. Jetzt habe ich Lust auf frische Luft. Mich treibt es raus aus der Wohnung. Es ein trüber Tag. Das macht mein Zimmer düster. Waldbaden im November ist angesagt.

Ein See auf dem Weg durch den schmalen Wald

Ein Spaziergang durch den Wald am Rande des Großen Torfmoores

Es hat aufgehört, zu regnen. Ein grauer Novembertag. Leicht neblig, feucht und kurz vor dem Gefrierpunkt. Trotzdem – ein Spaziergang im Wald wird mir guttun. Gibt es nicht in Japan inzwischen einen Waldspaziergang auf Krankenschein?

Sie nennen es dort „Waldbaden“. „An einem nasskalten Novembertag kommt ein Waldspaziergang einem Baden im Wald doch recht nahe“, denke ich und mache mich auf den Weg.

In Google-Maps habe ich gesehen, dass es in der Nähe ein Torfmoor gibt, das am Rand eines schmalen Waldstreifens gelegen ist. Dort will ich hin.

Mein Startpunkt liegt am Moorhus, einem kleinen Museum. Im Wald angekommen atme ich erst einmal tief ein. Das tut gut!

Es sind keine Menschen zu sehen. Je weiter ich gehe, desto stiller wird es. Vereinzelt trällert ein Vogel. Dann ist es wieder still. Ich genieße diese Ruhe. Schade, dass ich so etwas nicht jeden Tag erleben kann.

Die Stimmung wirkt beinahe unwirklich. Ein Hauch von Nebel gibt dem nahezu vollständig naturbelassenen Wald eine zauberische Wirkung. Das auf Fotos zu bannen, daran führt für mich kein Weg vorbei.

Ich bin glücklich darüber, solche Landschaften erleben zu dürfen. In unserem dichtbesiedelten Land ist es besonders wichtig, Kleinode wie das Große Torfmoor zu bewahren. Bei schlechtem Wetter sind sie zudem Orte der Ruhe. Entspannung pur.

Hier eine kleine Auswahl an Fotos, die ich geschossen habe:

Ein Blick auf den Waldstreifen

Der Wald vor dem Großen Torfmoor

 

Waldweg

Der Weg in den Wald

 

Ein Blick vom Wegrand Richtung Torfmoor

Ein See am Rande des Weges

 

Umgefallen Bäume im Wassergraben

Am Wegesrand sind manche Bäume in einen Wassergraben gefallen

 

Bauminseln

Ein getrockneter Graben lässt kleine Inseln entstehen

 

Ein Blick vom Aussichtsturm

Ein Blick aufs Große Torfmoor

Für alle, die sich für das Große Torfmoor bei Lübbecke-Gehlenbeck interessieren, habe ich ein paar Links (öffnen sich in einem neuen Fenster) gesammelt:

Fröhliche Weihnachten 2016 Euch allen

Weihnachten ist für mich eine willkommene Zeit, in mich zu gehen und über die vielen Geschehnisse des vergehenden Jahres nachzudenken. Dabei geht es mir weniger darum, was alles passiert ist. Vielmehr geht es mir um das, was ich getan habe, warum ich es getan habe, was daraus entstanden ist, was ich als fördernd für mich betrachte, oder was mich zum Nachdenken und Innehalten gebracht hat.

Mir geht es darum, mich weiter zu entwickeln und noch besser zu entfalten. Jedes Jahr hat seine eigene Art, in unser Leben zu treten. Wir entscheiden, was wir daraus entstehen lassen und wie wir mit dem Gegebenen umgehen wollen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche und fröhliche Weihnachtsfeiertage! Erholen Sie sich gut und finden den Lichtstreifen am Horizont.

Bild von Alexandra aus München - Pixabay

Dank an Alexas_Fotos von Pixabay: https://pixabay.com/de/users/Alexas_Fotos-686414/

Besitz und Eigentum

In der heutigen Zeit und in meinem Leben ist Besitz eines der zentralen Themen. Daher nehme ich sehr gern an der von Eva Ihnenfeldt (SteadyNews) ausgeschriebenen Blogparade Besitz: Lust oder Last teil.

Was ist eigentlich Besitz und was besitze ich tatsächlich?

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Besitz und Eigentum. So befindet sich beispielsweise eine Mietwohnung im Besitz eines Mieters, ist jedoch Eigentum eines Vermieters. Man sollte sich daher auch im Klaren darüber sein, dass auch Mietsachen im eigenen Besitz sind. Und auf diesen Besitz muss genau so geachtet werden, als wäre es der eigene. Egal was geliehen wird, es befindet sich zeitweilig im eigenen Besitz. Es muss so zurückgegeben werden, dass der Verleiher es ohne weitere Maßnahmen weiter verleihen kann. Insofern entledigt Leihen nicht von der Last der Verantwortung. Man kann nur leichter seinen Besitz wieder loswerden oder ändern.

Für einen sehr wichtigen Teil meines Lebens, das Wohnen, habe ich beschlossen, auf Eigentum zu setzen. Diese Entscheidung beschert mir einerseits etwas mehr Unabhängigkeit, andererseits mehr Verantwortung. Im eigenen Haus zu wohnen kann eine Grundlage für einen minimalistischen Lebensstil sein. Doch egal wie man in unserer durchzivilisierten Welt lebt, man braucht Geld, wenn man sesshaft bleiben will. Also ist eine Einkommensquelle notwendig. Ob ich von Arbeit, Rente oder sonstwas mein Leben finanziere, wichtig ist, dass ich es finanzieren kann.

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Buch-Review: Der Website-Coach

Meine Webauftritte sind alles andere als gelungen. Immer wieder fange ich an zu verbessern oder umzugestalten, probiere etwas aus … und lasse es nach kurzer Zeit wieder sein. Meine Websites sind eher als Hobby anzusehen, denn als Werbung für meine Dienstleistungen. Trotzdem, ich weiß, ich werde das noch ändern, sobald ich meinen Fokus von meiner jetzigen Tätigkeit mehr auf neue Themen verlagern kann. Wenn ich dann meine Websites umgestalte oder umgestalten lasse, werde ich mit Sicherheit auf das Buch: Der Website-Coach zurückgreifen.

Ein neues Standardwerk

Kerstin Boll hat sich sehr eingehend mit der Materie beschäftigt und alles Wichtige in ihr Buch einfließen lassen. “Der Website-Coach” zählt für mich zu den Standardwerken, wenn es darum geht, einen Webauftritt zu planen und in Angriff zu nehmen. Natürlich gilt das zuallererst für die Zielgruppe: Trainer und Coaches. Ich finde jedoch, auch andere Dienstleister können aus diesem Buch viel lernen. Es behandelt viele Aspekte, die grundlegend für jede Website sind.

In diesem Buch geht es jedoch noch um weit mehr als nur eine Website zu erstellen, zu verwalten und damit seine Leistungen vorzustellen. Es ist ein kompetenter Begleiter in Sachen Webauftritt. Überall scheinen Erfahrungen aus der Praxis durch und werden durch Beispiele anschaulich gemacht. Daher meine ich: Der Coach im Titel ist sehr berechtigt.

Kompetenter Begleiter in Sachen Webauftritt

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Wie Twitter in meine Welt passt

Wie Twitter in meine Welt passtZehn Jahre Twitter und die Blogparade #Twitterundich von Brandwatch Deutschland. Zeit zu beschreiben, was Twitter für mich bedeutet, und wie ich damit umgehe. Gleich vorweg: Ich kann sehr gut ohne Twitter leben. Ein Leben ohne Twitter ist möglich, hätte jedoch weit weniger Facetten und wäre für mich auch weniger bunt. Aber ich lebe jetzt schon seit über sechs Jahren mit Twitter. Diese intensiven Twitter-Jahre kann mir keiner mehr nehmen. Sie haben mein Leben bereichert, weil ich sehr viele tolle Menschen kennengelernt habe, weil viele neue Aspekte und Sichtweisen in mein Leben gekommen sind, und weil dadurch meine Welt reicher geworden ist.

Ein Leben ohne Twitter ist möglich, wäre für mich aber weit weniger bunt und facettenreich Klick um zu Tweeten

Bei anderen Social Media habe ich das Gefühl, ich muss viel mehr suchen. Bei Twitter laufen mir wichtige und interessante Themen einfach so über den Weg. Natürlich treffe ich im Vorfeld eine Auswahl. Ich folge zwar vielen aber nicht jedem. Die Inspiration aus meiner Timeline verdichte ich in die Timelines meiner Listen. Dort findet sich die Essenz meiner Twitterwelt. Dort finde ich die Auswahl dessen, was mein Leben bereichern kann. Dort vereinigen sich Widersprüche mit Neuigkeiten und vor allem die unterschiedlichsten Sichtweisen zu einer Sache, zu einem Thema.

Twitter war keine Liebe auf den ersten Blick

Als ich mich auf Einladung eines Bekannten im Frühjahr 2009 bei Twitter angemeldet hatte, sah ich um mich herum nur Leere. Da war nichts. Ich hatte Twitter dann schnell wieder aus den Augen verloren und mich erst nach zwei, drei Monaten versuchsweise wieder eingeloggt. Ich hatte überraschenderweise zwei Follower. Cool, aber wo kamen die denn her? Einer aus USA und einer aus Deutschland. Doch wieso die mir folgten, blieb mir ein Rätsel. Bei mir stand noch kein einziger Tweet!

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Relational simple Spambot Programmierung

Über was alles Untersuchungen ange- und Analysen erstellt werden … Das wird an Oberflächlichkeit nur noch durch Berichterstattung über eben solche Studien getoppt. Ich frage mich eigentlich nur, warum wir für ein Gesundheitswesen bezahlen, das solche Themen für relevant hält. Wenn es nur ein Einzelfall wäre, wie es der „Untersuchungsgegenstand“ der Studie war … oder handelt es sich bei der Studie etwa um eine Sommerloch-Ente?

Twittern kann einen wahnsinnig machen

Letztens fand ich also folgende Schlagzeile: „Maßlose Twitter-Nutzung treibt User in den Wahnsinn„. Super, ich kann jedem Twitteraner nur empfehlen, sich diese Studie, diesen Artikel reinzuziehen und sich vor allzu (was immer das auch sein soll) „intensiver Twitternutzung“ zu hüten. Dieses Twitter-Teufelszeug sollte jaaa keiner derart intensiv nutzen, damit er jaaa nicht wahnsinnig wird und sich psychiatrisch behandeln lassen muss. Zum anderen kann diese Studie bzw. dieser Artikel auch jedem empfohlen werden, der es für interessant hält, zu erfahren, wie man es anstellt, auf einfache Weise mal wahnsinnig zu werden, und natürlich auch, wie es sich so anfühlt. Hätte auch was für mich, um meine diesbezüglich Neugierde mal zu befriedigen.

Nach knapp einem Jahr intensiver Twitter-Nutzung stellen sich also die Symptome ein: „Suizidgedanken, Wahnvorstellungen und eine starke innere Unruhe“ (Zitat). Die (bislang einzig bekannte?) betroffene Patientin glaubte, den Anweisungen Folge leisten zu müssen, die irgendwelche Prominente in ihren Tweets versteckt hatten. Sehr weit hergeholt, meine ich. Ist doch klar, dass Prominente in ihre Botschaften „ich bin wichtig, ich bin der Wichtigste überhaupt, betet mich an“ oder so hineinweben, weiß doch jeder.

So konstruieren sie sich und uns die Wirklichkeit

Einigermaßen aufgeklärte Ärzte können den direkten Kontakt zwischen Fans und Sternchen schon in der Bravo ausmachen und sehen daher eher keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Twitternutzung und Promi-induzierter-Paranoia. Andere Ärzte halten dagegen, dass es heute mit „relational“ (wo sie dieses Wort wohl ausgegraben haben, tz tz) simplen Programmierkenntnissen möglich wäre, super-gefährliche Spambots zu erschaffen. Diese Spambots hämmern im Sekundentakt den Twitternutzern irgendwelche hirnrissigen Botschaften um Augen und Ohren. Zitat: „Dieser Dauerbeschuss stellt eine potenzielle Gefahr für die psychische Gesundheit dar …“. Dem ist nichts hinzuzufügen, wirklich, nichts.

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Ich persönlich glaube ja, dass solche Studien und Artikel verfassende Koryphäen das Wort Twitter vielleicht mal von irgendwem in dubiosen Zusammenhängen vorgelesen bekommen haben. Weil sie vom Hörensagen so erschrocken waren, haben sie sich nicht mehr getraut, Twitter mal etwas näher in Augenschein zu nehmen. Und deshalb traue ich ihnen auch zu, sich nach dem Aufruf von Twitter einen Bot einzufangen und sich von ihm stundenlang (mit wachsender Begeisterung?) unter Dauerbeschuss nehmen zu lassen. So etwas könnte auch den stärksten Twitteraner umhauen, ehrlich. Ich persönlich kenne allerdings (noch(!)) keinen, der sich bei Twitter angemeldet und damit einem „Dauerbeschuss“ von Meldungen eines Spambots ausgesetzt hätte. Immerhin spricht für die Jungs und Mädels, die diese Studie angefertigt haben, dass sie über eine blühende Phantasie verfügen.

Einfach mal hinausposaunen … das relationalisiert … äh relativiert sich von selbst

Da bin ich nun aber andererseits auch wiederum sehr froh, dass die aus der Luft gegriffene bzw. vor Bekanntgabe nicht verifizierte Vermutung, in Pankow hätten sich Ebola Viren eingeschlichen, sich zu einem Magen-Darm-Infekt „relationalisiert“ hat. Nicht auszudenken, was unsere Spezialisten paraphrasiert hätten, wäre es eine Nutztier-Grippen-Pandemie gewesen. Ich hätte, da Pankow gleich um die Ecke liegt, womöglich wochenlang meine Wohnung nicht verlassen dürfen. Die Meldungen aus der Außenwelt hätte mir dann im Sekundentakt ein Spambot auf Twitter vorrattern müssen. Schon bei diesem Gedanken fühle ich den Wahnsinn in mir aufkeimen …

Die schockierende Wirklichkeit …

Ich lass‘ mich ja so gerne für dumm verkaufen … la la laa … zeigt mir einfach, wie doof ich bin … la la laa …

Musik dazu bitte selber komponieren!


— HINWEIS —

Es sollte jedem klar sein, dass ein Klick auf einen der unten stehenden Buttons diverse Informationen an die jeweiligen Betreiber der Portale weiterleitet. Wer also seine Daten schützen möchte, lässt das Klicken besser bleiben.

ReBlog: Denk daran, einmal wird es vorbei sein

Der Tod gehört zum Leben. Trotzdem ist es meistens eine schwierige Situation, wenn man vom Tod eines befreundeten Menschen erfährt. Ich reagiere meist sehr betroffen, weil die Menschen in meinem Freundeskreis meist zu jung zum Sterben sind. Auf der anderen Seite erinnert eine solche Nachricht mich an meine eigene Sterblichkeit.

Irene Wahle hat einen wunderbar einfühlsamen Artikel über eine solche Situation verfasst, sehr berührend und realistisch nachdenklich. Zum Lesen sehr zu empfehlen. Für mich enthält dieser Artikel auch eine außerordentlich bemerkenswerte Formulierung: „ … daran arbeitete, die negativen Gedanken über die Welt in sich zu erlösen.“ Das ist so tiefsinnig, für mich wird damit eine ganze (innere) Welt beschrieben …

Hier können sie diesen wunderschönen Artikel lesen: http://blog.irene-wahle.de/denk-daran-einmal-wird-es-vorbei-sein/