Am letzten Tag des Jahres halte ich inne.
Auch ich denke über Vorsätze für das neue Jahr nach.
Ich weiß aus Erfahrung, dass große Ziele schnell mehr Druck als Orientierung erzeugen.
Darum nehme ich mir nichts vor, was ich mir versprechen müsste.
Stattdessen entscheide ich mich für etwas Schlichteres:
dem neuen Jahr aufmerksam zu begegnen.
Ich will nicht alles anders machen.
Ich will genauer hinsehen.
Nicht besser werden, sondern stimmiger handeln.
Mein Vorsatz richtet sich nicht auf Ergebnisse,
sondern auf den Umgang mit dem, was mir begegnet –
mit Begrenzungen, mit Verantwortung, mit anderen Menschen.
Ich frage mich weniger:
Was will ich erreichen?
sondern:
Was ist jetzt, in dieser Situation, angemessen und tragfähig?
Sinn entsteht für mich nicht durch Zielerfüllung,
sondern durch die Art, wie ich dem Leben antworte.
Wenn mir das im kommenden Jahr etwas häufiger gelingt,
ist das genug.
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