Wer Lesen tut, ist klar im Vorteil …

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Social Media. Aber nicht nur dort wird oft nicht mehr richtig gelesen. Es ist ein Zeichen unserer schnelllebigen Zeit, dass Texte – wenn überhaupt – oft nur noch überflogen werden.

Ein Beispiel, das mir gerade „über den Weg gelaufen“ ist.

Snap_2013.07.08_06h26m10s_001_Der Maler Deck ist bekannt dafür, dass er Interaktionen mit seinen Kunden in den Social Media veröffentlicht, diskutiert und als Werbung für sein Geschäft benutzt. Der obige Tweet verweist – auch wenn das auf den ersten Blick anders aussehen mag – auf einen Blogeintrag, in dem ein Kunde sich für seine gereimten Glückwünsche zum Geburtstag bedankt (hier nachzulesen).

Ob die Antwort auch so ausgefallen wäre, wenn der Unternehmensberater sich die kleine Mühe gemacht häte, kurz mal auf den Link zu klicken und dann weiterzulesen, muss ich dahingestellt lassen. Es wirkt auf mich jedoch, als hätte der Mensch den Klick unter-, aber dafür mal schnell einen kurzen Kommentar hinterlassen. Das wirkt auf mich unüberlegt und ein wenig genervt. Ist der Kommentator überfordert?

„… jetzt noch Social Media“. Wenn seine Kunden genervt sind, liegt es möglicherweise auch ein wenig an ihm, der seinen Kunden Social Media vielleicht weder richtig noch ausreichend erklärt hat. Der @OptiMaler Deck liefert seit Jahren gute Beispiele dafür, wie man Social Media sinnvoll und Umsatz steigernd nutzen kann. Seine Aktionen könnten dem Unternehmensberater als Beispiele und Illustration für Erklärungen in Sachen Social Media dienen.

So verhindert Oberflächlichkeit die Möglichkeit zu lernen, dahinter zu steigen, wie Social Media für die Kunden und möglicherweise gar für das eigene Geschäft genutzt werden könnten. Der Ausdruck „Unsere Kunden sind irgendwann genervt.“ kommt mir ein wenig hilflos vor. Warum sind seine Kunden genervt? Etwa weil der Umsatz nicht von alleine zu ihnen kommt und sie etwas dafür tun müssen? Weil das Umfeld sich ändert und neue Strategien erfordert? Ich meine, dass die Kunden auch bezüglich der neuen Möglichkeiten beraten werden wollen. Wer sich genervt fühlt, sollte vielleicht überlegen, ob nicht vielleicht eine Anstellung sinnvoller wäre.

Es ist aber nicht meine Sache, das zu beurteilen. Mir fällt nur immer wieder auf, dass auf einen ersten Eindruck hin kommentiert wird, ohne dass man sich den Text wirklich durchgelesen hat. Wenn es um Geschäfte geht, kann das schnell kontraproduktiv werden. Wer will sich schon von jemandem beraten lassen, der oberflächlich arbeitet, der sich kaum Zeit nimmt, neue Möglichkeiten und Techniken für seine Kunden zu erforschen und zu erlernen. Für mich gehört die Auseinandersetzung mit Veränderungen zur Arbeit und zur Vorbereitung für die Beratung meiner Kunden.

Es sind bestimmt nicht alle Kunden genervt. Manch einer könnte ja fragen, wie geht das mit Social Media Marketing? Früher oder später werden das sehr viele tun. Dann sollte ich Antworten und Strategien für sie bereit halten können. Das bin ich meinen Kunden doch schuldig … oder?

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